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Ideeller Träger des Erongo Verzeichnisses ist der Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust (EMRST). Vor etwa 20 Jahren fand sich eine Gruppe von Jägern und Grundbesitzern zusammen, um ein übergreifendes privates Naturschutzgebiet zu schaffen - ein schönes Ideal, aber auch ein hartes Stück Arbeit, das vor allem einen langen Atem erfordert.



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Gebirgslandschaft des Erongo


Im Nordwesten Namibias befindet sich in einer Randstufenlücke das Erongogebirge.
Der Erongo ist ein Inselbergkomplex und stellt eine durch Erosion freigelegte Vulkanruine dar, die sich als gewaltiger Klotz aus der kargen Landschaft des Namib Vorlandes erhebt. Mit einem Durchmesser von etwa 40 Kilometern ist der Erongo der größte von circa 20 Ringkomplexen in Nordwest-Namibia. Auf Grund von Verwitterung wurde die Vulkanruine des Erongo aus ihrer Umgebung herauspräpariert und dabei stellenweise bis auf die Grundmauern abgetragen. Dadurch ist es möglich in die einzelnen Stockwerke des Vulkangebäudes zu blicken und seinen Bauplan im Detail zu studieren. Die höchsten Erhebungen des Gebirges betragen 2319 Meter.
Das Erongogebirge ist jedoch nicht nur für Geologen interessant. Einige der Inselbergkomplexe der namibischen Randstufe, wie der Brandberg und das Erongogebirge, haben die höchste Biodiversität des gesamten Landes und beherbergen eine Vielzahl endemischer Tier- und Vogelarten. Es handelt sich um eine urwüchsige Gebirgslandschaft mit 11 deutlich erkennbaren Kraterbecken in ihrem Innern die von einem halbwüstenartigen Vorland, das von großen Trockenflüssen durchzogen wird, umgeben wird.
Bis in das Jahr 1974 kamen im Erongo Gebirge natürlich frei lebende Spitzmaulnashörner vor. Die letzten Exemplare wurden 1974 von der Naturschutzbehörde gefangen und in den Etosha Nationalpark umgesiedelt.


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Schwarzgesicht Impala


Die Idee dieses Projektes ist um aus diesem einzigartigen Bereich ein Schutzgebiet für bedrohte und seltene Tierarten zu machen und um das Spitzmaulnashorn und andere ehemals hier heimische Wildarten wiedereinzubürgern. Inzwischen ist die Wiedereinbürgerung von Spitzmaulnashörnern Wirklichkeit geworden, darüberhinaus ist der bedrohte Schwarzgesichtimpala wiedereingebürgert worden und es bestehen sehr gute Bestände von Leoparden und Schabrackenhyänen. Außerdem kommen Kudu, Oryxantilope, Hartmann's Bergzebra, Springbock, Klippspringer, Damara Dik-Dik, Kronenducker, Steinböckchen, Warzenschwein, Erdwolf, Löffelhund, Gepard, Strauß und in einigen Bereichen auch Eland, Hartebeest und Giraffen vor. Elefanten gehören zum immer häufiger werdenden Wechselwild.
Bei den Initiatoren dieser Naturschutzidee handelt es sich überwiegend um Jäger. Es ist diesen Grundeigentümern wichtig, die Jagd als angewandten Naturschutz zu praktizieren, zu erhalten und darzustellen. Die Jagd ist eine uralte menschliche Tätigkeit, die immer auch zum Erhalt ursprünglicher Wildnisgebiete beiträgt - und dies ist das Anliegen der Initiative "Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust".

Mehr über den Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust auf der Website:
www.erongomountains.org.


Der graue Geist des Berglandes - Naturschutz durch Jagd im EMRST (Video)
Im Jahre 2016 jagte Henrik Lott im Erongo Gebirge auf den Großen Kudu und ließ diese Jagd von Sebastian Steinbrink-Minami filmen. Seine Idee war um mit diesen Video die Arbeit des Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust und des Erongo Verzeichnis im Naturschutz durch die Jagd zu unterstützen und dem Interessierten näher zu bringen.





TrustLogo

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Leopard auf den Granitflächen des Erongo


Die Gründung eines Verzeichnisses für Jagdwild, das die selektive Trophäenjagd in ihrem Anspruch als verantwortungsvolle Nutzung natürlicher Ressourcen bestärkt und darüberhinaus den Erhalt ursprünglicher, unverfälschter Wildnisgebiete unterstützt – wo immer auf dem afrikanischen Kontinent möglich – ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Der Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust steht stellvertretend für die Bemühungen vieler Jäger, aktiven Naturschutz zu betreiben. Dieses Projekt übersteigt die Kapazitäten einer kleinen Gruppe von Idealisten oft bei Weitem. Wir haben Kategorien von Fördermitgliedschaften geschaffen und bitten um Unterstützung.
Die Kategorien sind an Tierarten - die im Erongo vorkommen - gekoppelt. Wie zum Beispiel das Spitzmaulnashorn (höchste Kategorie) oder die Schwarze Manguste (niedrigste Kategorie).

Es gibt auch einen Förderverein des EMRST in Deutschland der im Jahre 2013 gegründet wurde. Die Website des Fördervereins ist unter www.erongo.emrst.com aufrufbar. Hier können sich interessierte Naturschützer informieren und den EMRST / EV mit Spenden unterstützen.


Das Hartlaub Frankolin - endemische Vogelart im Erongo
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